Existenzschutz

Arbeitskraftabsicherung – Und die Existenz ist gesichert

Ob durch einen Unfall, eine schwere Krankheit oder psychische Probleme, die Risiken sind vielfältig, doch eines haben sie gemeinsam: Bricht ihr Erwerbseinkommen weg, bedeutet dies für Sie und Ihre Angehörigen oftmals den Verlust der wirtschaftlichen Existenz. Sozialstaatliche und umlagefinanzierte Sicherungssysteme bieten, das betonen wir nochmal ausdrücklich, KEINEN adäquaten Schutz vor den finanziellen Folgen.

Wie Sie sich gegen die Folgen eines Arbeirskraftverlustes richtig absichern können, welche Produkte es gibt und welche staatlichen Unterstützungen Sie erhalten – Darüber klären wir Sie gerne auf.

Arbeitskraft – Der Motor der wirtschaftlichen Existenz

Unsere Arbeitskraft ist der Motor unserer wirtschaftlichen und persönlichen Existenz. Aus ihr heraus beginnen wir, uns ein Leben nach unseren Wünschen aufzubauen und uns Träume zu erfüllen. Ein Auto, ein Haus, die Gründung einer Familie, Urlaube, Konsum – All das finanzieren wir durch unsere Arbeitskraft. Verlieren wir unsere Arbeitskraft, stürzt unweigerlich das gesamte Kartenhaus zusammen. Die Arbeitskraftabsicherung gilt also als DAS Fundament eines jeden Versicherungs- und Finanzkonzeptes.

Unterschätztes Risiko

Oft wird das Risiko, einmal selbst von einem Verlust der Arbeitskraft betroffen zu sein, erheblich unterschätzt. Doch wie Statistiken zeigen, scheidet jeder fünfte Erwerbstätige frühzeitig aus dem Erwerbsleben aus. Oft ist uns dieses Risiko nicht bewusst oder wir sind nicht bereit, zur Absicherung einen hohen Beitrag zu bezahlen. Vergleicht man es jedoch mit einer KFZ-Versicherung, relativieren sich Beiträge schnell.

Eine KFZ-Vollkaskoversicherung kostet durchschnittlich 60 Euro monatlich. Der zu versichernde Wert beträgt z.B. 30.000 Euro. Statistisch gesehen wird jedoch nur jedes 20. Fahrzeug bei einem Verkehrsunfall beschädigt. Der größte Teil der Schäden sind lediglich Blechschäden im Rahmen von wenigen Hundert, bis maximal 5.000 Euro.

Ein 25-jähriger Büroangestellter mit einem Nettogehalt von 1.500 Euro wird im Laufe seines Erwerbslebens noch 756.000 Euro verdienen. Die Wahrscheinlichkeit, dass er vorzeitig aus dem Erwerbsleben ausscheidet, ist um ein vielfaches größer, als das oben genannte Beispiel mit der KFZ-Versicherung – der abzusichernde Wert ebenfalls.

Sozialstaat bietet keinen ausreichenden Schutz

Über Generationen hinweg hat sich in Deutschland der Irrglaube eingeprägt, dass unser Staat im Falle eines Arbeitskraftverlustes „schon irgendwie“ für uns sorgen wird. Doch das ist leider nur die halbe Wahrheit.

Welche staatlichen Sicherungen vorgesehen sind und wann diese greifen, erklären wir Ihnen gerne.

Erwerbsminderungsrente

Die Erwerbsminderungsrente ist eine Absicherung, die durch die gesetzliche Rentenversicherung gewährt wird. Hierzu müssen mindestens 5 Versicherungsjahre in der gesetzlichen Rentenversicherung vorliegen und in den letzten 5 Jahren mindestens 3 Versicherungsjahre erfüllt sein.

Weiters berücksichtigen die Leistungskriterien der Erwerbsminderungsrente nicht, ob sie in Ihrem derzeitigen Beruf nicht mehr in der Lage sind zu arbeiten, sondern ob sie generell in irgend einem beliebigen Beruf am Erwerbsleben teilnehmen könnten. Die gesellschaftliche und finanzielle Stellung des Berufes werden dabei vollkommen außer Acht gelassen.

Beispiel:

Ein Chirurg, der aufgrund einer Handverletzung nicht mehr in der Lage ist, Operationen durchzuführen, wäre theoretisch noch in der Lage, als Straßenreinigungskraft, Pförtner oder ähnliches zu arbeiten. Somit hat er keinen Anspruch auf Erwerbsminderungsrente.

Die Erwerbsminderungsrente gliedert sich in:

Volle Erwerbsminderungsrente

Volle Erwerbsminderung liegt vor, wenn Ihr Restarbeitsvermögen bei unter 3 Stunden täglich liegt. Dabei spielt es jedoch keine Rolle, ob Sie ihrem bisherigen Beruf nicht mehr nachgehen können, sondern ob sie generell noch in der Lage wären, in irgend einem Beruf zu arbeiten. Sind Sie in keinen Beruf mehr in der Lage, bis zu 3 Stunden zu arbeiten, erhalten Sie die volle Erwerbsminderungsrente, die ungefähr 30% des letzten Nettogehalts entspricht.

Teilweise Erwerbsminderungsrente

Teilweise Erwerbsminderung liegt vor, wenn Ihr Restarbeitsvermögen bei unter 6 und über 3 Stunden liegt. Wie auch bei der vollen Erwerbsminderungrente bezieht sich die Beurteilung jedoch nicht auf Ihren zuletzt ausgeübten Beruf. Sind Sie in irgend einem Beruf noch in der Lage, 3-6 Stunden zu arbeiten, erhalten Sie keine Leistung. Wird die teilweise Erwerbsminderungsrente gezahlt, liegt Sie bei ca. 15% Ihres letzten Nettogehalts.

Grundsicherung/Hartz4

In letzter Instanz fängt Sie die Grundsicherung auf – Hartz 4!