Wohngebäudeversicherung – Das Wichtigste in Kürze

Eine Wohngebäudeversicherung abzuschließen ist keine Pflicht, doch: Der Traum vom Eigenheim ist für viele Deutsche eines der obersten Ziele auf dem Weg des Lebens. Den Sommer im eigenen Garten zu genießen, das Grillfest im Kreise der Familie auf der eigenen Terrasse, kalte Wintermonate vor dem eigenen Kamin – Wer diesen Traum erst einmal verwirklicht hat, möchte ihn vor Gefahren schützen.

Die beste Möglichkeit ihr Haus zu schützen, ist der Abschluss einer Wohngebäudeversicherung. Sie schützt Sie als Eigenheimbesitzer vor unvorhersehbaren Gefahren, die nur schwer kalkulierbar sind und oft den finanziellen „Blackout“ bedeuten können.

Ist ihr Haus durch eine Bank finanzeirt, verlangt diese oft den Nachweis einer Wohngebäudeversicherung. Dies dient dazu, das Risiko des Kreditausfalles für die Bank kalkulierbarer zu machen und einzudämmen.

Welche Sachen sind in der Wohngebäudeversicherung versichert?

Zur Wohngebäudeversicherung zählen alle Gebäudebestandteile, wie z.B. Wände, Decken, Putz, Leitungssysteme, das Heizungssystem, verlegte Böden, Dach, Dachziegel, Fenster – Also alles, was fest mit dem Gebäude verbunden ist. Auch Nebengebäude, wie das Gartenhaus, Carports oder Garagen können mitversichert werden.

Welche Gefahren sind in der Wohngebäudeversicherung versichert?

Eine verbundene Wohngebäudeversicherung besteht aus mehreren Bestandteilen, die individuell erweiterbar sind.

Feuerversicherung:

Die Feuerversicherung schützt vor Schäden durch Brand, Blitzschlag, Explosion und Implosion. Ein Brand ist versicherungstechnisch wie folgt definiert:

„Ein Brand ist ein Feuer, das ohne einen bestimmungsgemäßen Herd entstanden ist oder ihn verlassen hat und das sich aus eigener Kraft auszubreiten vermag.“

Bei einem Blitzschlag werden die direkten Folgen des Blitzschlages versichert, nicht jedoch pauschal auch die Überspannungsschäden. Diese sind gesondert versicherbar.

Auch Schäden durch Löschwasser sind mitversichert. Nicht selten kommt es vor, dass zwar der Brand gelöscht wurde und das Haus mit einem relativ geringen Schaden davon gekommen ist, doch eindringendes Löschwasser nur noch den Abriss und Neubau des Hauses als Alternative übrig gelassen hat.

Leitungswasserversicherung:

Die Leitungswasserversicherung schützt vor Schäden durch bestimmungswidrig ausgetretenes Leitungswasser. Platzt oder bricht z.B. eine wasserführende Leitung, erstattet die Wohngebäudeversicherung den daraus entstandenen Schaden, sowie dessen Folgeschäden.

Sturm und Hagelversicherung:

Die Sturm und Hagelversicherung greift z.B. bei Schäden, die durch Sturm entstehen. Sturm ist definiert dadurch, dass mindestens Windstärke 8 auf das versicherte Objekt eingewirkt haben muss, wobei hingegen einige Versicherer auch Schäden durch Windereignisse unterhalb von Windstärke 8 als Leistungskriterium mit einschließen. Auch Folgeschäden werden durch die Sturm und Hagelversicherung gedeckt. Wird z.B. ein Dach durch einen Sturm abgedeckt oder durch Hagel beschädigt, bezahlt die Versicherung nicht nur die Neueindeckung des Daches, sondern auch den durch eindringendes Regenwasser entstandenen Schaden.

Elementarversicherung ratsam

Ergänzend zur Wohngebäudeversicherung ist es ratsam, eine Elementarschadenversicherung abzuschließen.

Diese schützt Sie vor Schäden durch:

  • Überschwemmung
  • Schneedruck
  • Erdsenkung
  • Erdrutsch
  • Lawinen
  • Erdbeben
  • Vulkanausbrüchen

Gebäudewert richtig ermitteln

Wichtig ist auch, den Gebäudewert richtig ermitteln zu lassen, um eine mögliche Unterversicherung zu vermeiden. Im Falle einer Unterversicherung kürzt der Versicherer seine Leistung nach folgendem Schema:

  • tatsächlicher Gebäudewert: 300.000 Euro
  • Versicherungssumme durch falsche Ermittlung: 250.000 Euro
  • Schaden 30.000 Euro
  • Unterversicherung: 300.000 : 250.000 = 0,83
  • Schadenregulierung: 30.000 x 0,83 = 25.000 Euro Erstattung durch den Versicherer

Nicht selten müssen wir Kunden darauf hinweisen, dass ihr Wohngebäude unterversichert ist und die Versicherungssummen der Wohngebäudeversicherung angepasst werden sollten.

Oft vernachlässigt: Grobe Fahrlässigkeit

Tipp: Viele Versicherer begrenzen die Leistung in der Wohngebäudeversicherung bei grob fahrlässig herbeigeführten Schäden (Herd/Bügeleisen/Kaffeemaschine angelassen etc.). Beispiele sind z.B. eine Begrenzung auf Schäden bis 10.000 Euro.

Bei einem Totalschaden durch einen grob fahrlässig herbeigeführten Brand, wird demnach gemessen am Grad des Verschuldens eine Leistungskürzung vorgenommen. Diese Leistungskürzung beträgt nicht selten bis zu 50%.

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